Eine künstlerische Umsetzung der Thematik „Gewalt an Schule“ hat das Essener Theaterensemble „Brudermord“ mit dem Stück „Breakfast Club“ gewagt. Dabei will das Ensemble nicht mit erhobenen Zeigefinger Lösungen präsentieren. Vielmehr geht es darum, nach den Ursachen zu forschen, die zum aggressiven Verhalten Jugendlicher führen. Dazu hat „Brudermord“ eine Sprache gewählt, die nah an der jungen Zielgruppe ist.

Zur Handlung: Ein Schläger, eine Ballkönigin, ein Streber, eine Außenseiterin und eine Sportskanone, haben nur eins gemeinsam: Sie müssen den Samstag Vormittag mit Nachsitzen verbringen. Ihr Lehrer lässt sie einen Aufsatz darüber schreiben, wer sie sind. Keine leichte Aufgabe für Jugendliche, die noch mitten in ihrer Identitätsfindung stecken. Bald erkennen sie, dass sie nur ein Produkt ihrer Umgebung sind, dass sie nur Rollen spielen, in denen sie Elternhaus, Schule und Gesellschaft hineingepresst haben. Verzweifelt versuchen sie, zu ihrem wahren „Ich“ durchzudringen. Dabei scheitern sie am mangelnden Verständnis ihrer Mitschüler, ihres Lehrers und letzten Endes an sich selbst.
Die Inszenierung lief bisher erfolgreich in mehreren Essener Spielstätten wie das Grend-Kulturzentrum, dem Frohnhauser Kultur Keller und der Zeche Carl. Das Stück ist bestens geeignet für Diskussionen in der Mittel- und Oberstufe. Mehr Infos unter: